15. Mai 2018

Fundstücke #18

1 Auch Puppen sitzen gern beqeuem, besonders jetzt im Garten, wo es so viel zu gucken, lauschen, schnuppern und schnabulieren gibt. Hier findet ihr ein DIY für einen Easy-Peasy-Sitzsack im Kleinformat.

2 Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an kostenfreien Tutorials zum Puppenmachen im Internet, auch für die Herstellung von flauschigem Haar wie in diesem Video, das ich meinen Kursteilnehmerinnen empfehle, wenn sie schon ein bisschen vorarbeiten möchten.

3 Bei Rund-um-die-Puppe gibt es sogar eine Anleitung für die Herstellung einer kompletten Puppe nach Waldorfart, leider in Zukunft wohl nicht mehr kostenfrei. Dafür ist das Forum pickepackevoll mit wertvollen Tipps und Tricks und Austauschmöglichkeiten.

4 Dass auch Jungen eine Puppe haben dürfen, entwickelt sich allmählich zu einer Selbstverständlichkeit, gut so. Hier ein berührender Artikel dazu mit Buchempfehlung.

5 Färben mit Avocado ist auch bei Puppenmacherinnen beliebt. Rebecca Desnos, the queen of natural dying, fasst hier ihr Wissen dazu zusammen.

6 Frau Apfelkern, die vor einigen Jahren bei mir im Kurs war und eine virtuose Häklerin ist, gibt ab und zu auch Anleitungen heraus und lädt ein zum frohen Mäuserennen.

7 Vor zwei Jahren war ich im Bauhaus und habe mir als Andenken diese Schachtelfiguren mitgebracht. Sie lassen sich beliebig zusammenstecken und machen einfach gute Laune. Ich bin überhaupt keine Sammlernatur, aber solche kleinen Figürchen lassen mein Herz höher schlagen.

Das Internet ist voller schöner Dinge und guter Ideen. Wenn ihr Vorschläge und Links für die Reihe habt, schreibt gern an hello@mariengold.net. Die Geschenkideen der letzten Jahre findet ihr hier.

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


10. Mai 2018

Hilma für den Sofortkauf (verkauft)

Hilma ist ein 40 cm großes Puppenkind mit marzipanfarbener Haut, strohblondem Haar, dunkelbraunen Augen, Sommersprossen, einem kleinen Näschen, einem Hals, einem Bauchnabel und einem einfachen runden Popo.

Sie trägt weite braune Stricklatzhosen mit zwei großen Taschen, ein hellrosa Langarmshirt, hellrote Schuhe und eine Ringelmütze in Rot und Weiß.

Hilma ist für 215 Euro in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy oder via E-Mail an hello@mariengold.net direkt bei mir erhältlich, dann beträgt der Preis 5 Euro weniger. Weitere Bilder von meinen Puppen findet ihr hier und hier, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hier.

Eine Puppe wie diese könnt ihr mit meinen E-Books zur Herstellung von Puppen und Puppenkleidern auch selbst herstellen. Mehr dazu hier. Die E-Books sind in meinen Webshops bei Dawanda und Etsy erhältlich.

Puppenbestellungen an hello@mariengold.net. Preise und Details hier.

Mariengold Puppen werden von Hand mit großer Aufmerksamkeit und viel Liebe aus natürlichen Materialien und nach eigenen Entwürfen hergestellt. Sie haben einen kleinen Hals (die Babys jedoch nicht), einen einfachen Po, sehr gut bewegliche Arme und Beine, ein kleines Näschen und einen Bauchnabel, manchmal auch Ohren und Grübchen an Ellenbogen und Knien. Das Haar ist aus einer gehäkelten Perücke aus Mohair-Schurwoll-Garn mit eingeknüpften Haarsträhnen. Die Körperteile sind aus hochwertigem Schweizer Trikotstoff mit einem besonders reißfestem Garn genäht und sehr, sehr fest mit Schafwolle gestopft. Das Gesicht ist sorgfältig aufgestickt und die Wangen sind mit roter Bienenwachskreide eingefärbt. Die Kleidung ist aus Stoffen und Garnen aus Naturfasern. Puppen und Kleidung können von Hand mit lauwarmem Wasser und einem milden Waschmittel gereinigt werden.


23. April 2018

Bücher: „Die Puppe Mirabell“ von Astrid Lindgren und Pija Lindenbaum

Astrid Lindgren war eine, die sich mit Kindern auskannte. Wie keine andere wusste sie, was ihre Herzen froh und was sie traurig macht, wovor sie Angst haben, was ihre Sorgen sind, was sie hoffen und sich erträumen. All das schrieb sie mit in ihre Geschichten hinein und deshalb sind ihre Bücher heute Klassiker und werden von kleinen und großen Menschen auf der ganzen Welt gelesen und wertgeschätzt. Aus einem dieser Bücher, „Mehr von uns Kindern aus Bullerbü“, stammt auch der Satz „Ich glaube, Menschen werden glücklicher, wenn sie Puppen und Märchenbücher bekommen“. Astrid Lindgren glaubte fest an die Kraft der Puppen und an die Kraft der Fantasie. Darum geht es auch in ihrer Geschichte „Die Puppe Mirabell“, die 1949 zum ersten Mal in ihrem Heimatland in Schweden erschien und drei Jahre später in Deutschland im Verlag Oetinger, der bis heute ihre Bücher herausgibt.

Darin geht es um Britta-Kajsa, die sich nichts sehnlicher wünscht als eine Puppe. Ihre Eltern verkaufen Gemüse und Blumen auf dem Markt, das Geld reicht geradeso zum Leben. So bleibt die Puppe ein ferner, aber liebevoll gehegter Traum. Eines Tages bekommt sie von einem wunderlichen kleinen Mann ein winziges gelbes Samenkorn geschenkt. Sie solle dieses Körnchen in ihrem Garten in die Erde stecken und jeden Tag ordentlich begießen, dann würde sie etwas Lustiges erleben, sagt der Mann. Das tut sie und ist jeden Tag neugierig, was dort wohl wachsen könnte. Britta-Kajsa rechnet mit einem Rosenstrauch oder so etwas ähnlichem, aber ist etwas ganz anderes. Zuerst zeigt sich in dem kleinen Beet nur ein winziges Stück von etwas Rotem. Mit jedem Tag wird größer und größer, bis es sich als Hut einer Puppe herausstellt. Das Mädchen gießt weiter und es zeigt sich bald ein Kopf und schließlich eine ganze, wunderschöne Puppe. Britta-Kajsa ist überglücklich, die Eltern sind über die Maße verwundert. Denn das ist es tatsächlich, ein Wunder, dass in einem Beet eine Puppe wächst:

„Und da – genau in diesem Augenblick -, da schlug sie die Augen auf und guckte mich an. Sie hatte blaue Augen, genau wie ich es mir gedacht hatte. Ich hatte noch sie so eine wunderbare Puppe gesehen und konnte es nicht lassen, ich musste sie ein wenig streicheln.“

Es stellt sich heraus, dass es sich nicht um eine gewöhnliche, sondern um eine ganz besondere Puppe handelt, denn sie kann sprechen. Ihr Name ist Mirabell. Der kleine Wirbelwind erobert Britta-Kajsas Herz im Sturm. Die Puppe bekommt ein richtiges Bett aus Holz von Papa, Laken und Decke von Mama und von Britta-Kajsa schöne Kleider und selbstgebackene Waffeln. Niemand außer ihr weiß, dass Mirabell sprechen, lachen und essen kann wie ein echter Mensch, schon gar nicht ihre Eltern. Das ist ihr Geheimnis, das sie nur mit denjenigen Kindern teilt, die ihre Geschichte hören und die ganz genau wissen, dass Wünsche wahr werden, wenn man nur fest genug an sie glaubt.

Bemerkenswert sind auch die Illustrationen von Pija Lindenbaum, einer der beliebtesten Bilderbuch-Künstlerinnen Schwedens. Ihre Bilder sind wunderbar schnörkellos und eigensinnig, mit satten Farben und einem verrückten Huhn, das auf jeder Seite dabei ist.

Wie immer verlose ein Exemplar, dieses Mal keines, das mir der Verlag zur Verfügung gestellt hat, sondern eines, das ich extra für euch besorgt habe. Wenn ihr gewinnen möchtet, schreibt bis Mittwoch Nacht an hello@mariengold.net. Viel Glück!

Astrid Lindgren und Pija Lindenbaum: Die Puppe Mirabell, Oetinger, ISBN: 3789168386, 12,99 Euro.

(Die Gewinnerin des Buches ist Ann-Kathrin.)

(Disclaimer: Aufgrund der derzeitigen Rechtslage, die schon das bloße Nennen von Marken und Verlinken von Produkten, Marken, Menschen, Orten usw. als Werbung einstuft, kennzeichne ich diesen Beitrag als einen mit WERBLICHEN INHALTEN. Dennoch gilt: Wenn ich hier etwas oder jemanden benenne und als gut befinde, geschieht das als persönliche Empfehlung und im Rahmen meiner redaktionellen Themenauswahl. Alle hier gesetzten Links sind ein kostenloser Service von mir – unbezahlt und unaufgefordert. Alle hier genannten Produkte sind selbst gekauft. Bezahlte Kooperationen, sollte es sie jemals auf meinem Blog geben, würden immer ganz eindeutig als solche gekennzeichnet werden.)


Mit Mariengold gemacht #11

1 Diese Puppe habe eigentlich ich hergestellt, damals noch mit braunem Haar. Mittlerweile ist sie durch die Hände meiner Kundin erblondet, weil die Puppenmami es so lieber mochte. Wie gut, dass sich handgemachte Stoffpuppen ganz einfach umgestalten und sich ändernden Wünschen und Vorstellungen anpassen lassen.

2 Als Veronika eine Puppe nach einer Mariengold-Anleitung anfertigte, stand sie vor einigen Herausforderungen, die wir per E-Mail klären konnten. Neben vielen Fragen schrieb sie mir auch von ihren großen Puppennnähglücksmomenten.

3 Meine Freundin Laura und ich teilen nicht nur die Leidenschaft fürs Puppenmachen, sondern auch fürs Ausmisten. Dabei fand sie neulich ein entzückendes kleines Köpfchen, das sie vor längerer Zeit mit der Filznadel modelliert hatte. Wie das geht, findet ihr in unserem Charlie Bo E-Book.

4 Laura und ich veranstalten auch zusammen die Landpartie für Puppennähverliebte, bei deren Premiere letztes Jahr diese Puppe für Claudines Enkelin entstanden ist. Wenn es in in gut zwei Monaten wieder raus aufs Land geht, ist Claudine wieder dabei und bringt auch ihre beiden Töchter mit.

5 Die häufigsten Anfragen, die ich zum Thema Puppenreparatur bekomme, drehen sich um Nasen, deren Stoff ein Loch hat. Auch Yuki, die heiß und innig geliebte Puppe von Natalies Tochter, brauchte eine Überarbeitung, die ich aus der Ferne anleitete, weil die Puppe keinen einzigen Tag fehlen durfte. Es hieß also zu stopfen und gleichzeitig eine neue Nase zu formen. Wie genau so eine Reparatur gemacht wird, würde ich bei Gelegenheit gern ausführlich hier zeigen. Dafür suche ich noch eine kleine Patientin als Modell. Wenn ihr also eine Puppe habt, die an dieser Stelle repariert werden muss, schreibt an hello@mariengold.net.

6 Nach meinem Kurs in Wien beschenkte ich mich mit einer Tasche von Minuk, für die ich schon lange schwärmte. Während der Bestellung stellte ich sich heraus, das Antje, die Designerin des Labels, und ihre Freundin gerade an Puppen nach meiner Baby Twink Anleitung arbeiteten. Natürlich ließ sie es nicht nehmen, für die Puppe für ihren Sohn auch eine kleinen Bärentasche zu machen, die sie etwas größer auch für Kinder anbietet.

7 Es kommt immer wieder vor, dass Frauen nach dem Kurs in einen regelrechten Puppennährausch verfallen. So geschehen bei Renate, die im Januar mit Sack und Pack und Kind und Kegel vom Bodensee nach Berlin gereist war, um dieses Handwerk von mir zu lernen. Seitdem hat sie eine ganze Puppengang hergestellt. Das funktioniert übrigens auch deshalb sehr gut, weil die Teilnehmerinnen neben ihrer Puppe immer auch eine farbig gedruckte Puppennähanleitung mit nach Hause nehmen, mit der es auch ohne meine persönliche Untersützung wunderbar gelingt.

Wenn ihr auch einmal Teil dieser Reihe sein möchtet, schickt eure Bilder gern an hello@mariengold.net. Mein DIY-Angebot zur Herstellung von Puppen findet ihr in meinen Shops bei Dawanda und Etsy, mein Kursangebot hier, alle Beiträge dieser Reihe hier.